Bärentreffen Köln 2012 - Ein Rückblick

Das war es also, das Internationale Bärentreffen 2012 in Köln.

Es fühlte sich insgesamt erst einmal nicht mehr so spannend an wie noch vor einigen Jahren und insbesondere hatte ich den Eindruck, dass viele internationale Bären nicht den Weg nach Köln gefunden haben. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass irgendwie die Luft raus sei.

Trotzdem lief alles routiniert ab, nur eben alles eine Spur leerer als in den letzten Jahren. Insbesondere erreichten die Besucherzahlen des Hauptabends einen neuen Tiefpunkt.

Aber jeder Tiefpunkt bietet auch die Chance zu neuem Anlauf. Und diese Chance wurde erfolgreich ergriffen. Die Veranstaltung zur Wahl des aktuellen Mr. Bear Germany gehörte zu den unterhaltsamsten Abenden der letzten Jahre. Nach dem missglückten Relaunch im letzten Jahr war eben die Zuschauerbeteiligung erwartungsgemäß miserabel. Doch denjenigen, die sich trotzdem entschlossen haben, dem "Bear Rendezvous" beizuwohnen, bot sich eine liebevoll vorbereitete und souverän von dem ehemaligen Mr.Bear International Klaus Regel moderierte Show mit dem Thema "Bearwings – the furry way to fly". (Diese hatte zwar auch an der einen oder anderen Stelle ihre Längen, aber sehen wir dies als Verbesserungspotential an.)

Am Ende dieser Show stand nach einer spannenden Abstimmung der Sieger Maik Conradt aus Herne, der die Schärpe von Vorjahressieger Nils Amert freudestrahlend übernahm. Dieser verabschiedete sich aus seinem Titeljahr mit einem emotionalen Video mit seinen Highlights der letzten 12 Monate. Angabegemäß war dies das längste Jahr seines Lebens.

Doch vor der Krönung standen mehrere Aufgaben vor den durchweg sympathischen Kandidaten. Nach dem persönlichen "check in" musste erst einmal gezeigt werden, wie flexibel jeder Kandidat in den Hüften ist. Unter kräftiger Mithilfe aus dem Publikum wurden Hula- Hoop-Reifen zum Rotieren gebracht, zumindest war das die Aufgabe. Dass am Ende alle daran gescheitert sind, beweist wohl, dass Bären generell das Hula-Hoop-Gen fehlt.

Als zweite Aufgabe stand dann eine persönliche Darbietung an. Maik ging auf Nummer sicher und lieferte eine Stripshow, die das bis dahin eher lethargische Publikum auftauen ließ. Pietro feuerte die Stimmung weiter an, als er seine Künste im Cocktail mixen in einer furiosen Show aus Feuer und Eis offenbarte. Felix und Alex ließen sich vom Publikum auf Händen tragen und Uwe erzählte amüsante Geschichten aus seiner Vergangenheit.

Bevor jedoch die Kandidaten von der Bühne „auschecken“ durften, mussten sie mit einem Koffer die Zollkontrolle hinter sich birngen, was zu einem witzigen Test in Schlagfertigkeit wurde. 

Denn im Koffer befanden sich einige Dinge, die in Erklärungsnot brachten. Vakuumpumpen, Riesendildos und andere intime Dinge mussten elegant in Dinge des täglichen Bedarfs umgedeutet werden.

Dass bei den Zwischennummern dann eher Langeweile aufkam, kann man als Motivation sehen, diesen Programmpunkt nochmal zu überdenken.

Fazit: überraschend gelungene Veranstaltung, die sich hoffentlich wieder als Initialzündung für die nächsten Jahre herausstellt mit einem verdienten Gewinner, der sicherlich die Bärenszene im kommenden Jahr würdig vertritt.

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